Ricochet-Strahlanlage von Agtos

Das Prinzip

Der Entwicklung dieser neuen Strahlanlage liegt der sogenannte Ricochet-Effekt – französisch für Auf-/Abprall – zugrunde. Hierbei geht es im Wesentlichen darum, dass man die Restenergie des abprallenden Strahlmittels nutzt. Das reduziert den Energieverbrauch, da weniger Turbinen mit geringerer Leistung eingesetzt werden können. Zudem wird auch Strahlmittel in den Prozess einbezogen, dass sich am Werkstück vorbei bewegt und im Normalfall ohne Effekt bleibt. Ein weiterer Vorteil liegt in einem geringeren Verschleiß in der Strahlmaschine.

Die Maschinengröße richtet sich nach dem Volumen/Menge und dem Gewicht der zu strahlenden Werkstücke.

Einsatzmöglichkeiten von AGTOS Ricochet-Strahlanlagen (Typ BR)

Die Entwicklungsingenieure von AGTOS hatten bei der Entwicklung der neuen Anlage wichtige Aspekte zur Optimierung von Abläufen im Blick, die in vielen Gießereien tagtäglich praktiziert werden.

So strahlen viele Gießereien zwei Mal, was mit einem relativ hohen Energie- und Handlingaufwand verbunden ist. Das erste Strahlen dient nur dem Entsanden und Begutachten. Die in der Praxis dafür eingesetzte Energie ist jedoch zum Fertigstrahlen ausgelegt.

Der Handlingaufwand ist oftmals sehr hoch, weil die Teile für jeden Strahlvorgang in Beschicker oder an Gehänge verbracht werden müssen. Nach dem Vorstrahlen werden die Teile, meist manuell, entgratet und geschliffen. Der anschließende Strahlvorgang dient der einheitlichen Optik und in manchen Fällen der Vorbereitung auf die Beschichtung der Teile.

Um den Prozess zu vereinfachen, stellten sich die Entwickler von AGTOS u.a. die Frage, ob es möglich sei, dass die Teile im Anschluss an die Vibrations-Förderrinne inklusive des Kreislaufmaterials automatisch gestrahlt werden könnten. Dies hat den Vorteil, dass das Kreislaufmaterial sauber ist und damit bei Wiederverwendung die Gussqualität nicht beeinträchtigt. Außerdem entstehen in einer Raupenband-Strahlanlage „Schlagmacken“, die die heutigen Qualitätsanforderungen der Endkunden immer seltener zulassen. Zudem wird vermieden, dass die Oberflächen zu intensiv gestrahlt, also „überstrahlt“ werden. Dies ist ein wichtiger Aspekt bei der Qualitätskontrolle.

Insgesamt ist das Vorstrahlen nun mit deutlich weniger Energie möglich. Die Schlagmacken werden vermieden, da es sich um ein Durchlaufsystem ohne Rommelbewegung handelt.


 
 
 
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